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Sänger, Schauspieler, Musiker



eigentlich...

...eigentlich mag ich es nicht, wenn auf Konzert- und Theaterprogrammen die Werdegänge der Künstlerinnen und Künstler erscheinen. Da werden sämtliche Lehrer aufgelistet (natürlich sind alle hochprominent), mit Meisterkursen wird gepunktet (da kann sich als Zuhörer jeder reinsetzen), jeder Auftritt wird erwähnt (war er auch noch so klein und unbedeutend), es wird betont, dass man im Opernhaus neben Cecilia Bartoli gesungen hat (Tatsache ist, dass man im Zusatzchor in der dritten Reihe einen kurzen Einsatz hatte) und so weiter. Ich denke, dass auf Speisekarten auch nicht steht, bei wem der Koch seine Ausbildung gemacht hat; entscheidend ist einzig, ob er kochen kann, hier und jetzt.
Nun, ich für mein Teil habe so konsequent auf die Publikation meines Werdeganges verzichtet, dass ich heute manchmal danach gefragt werde. So sei's denn, ausnahmsweise und für eine begrenzte Zeit.







Mein Vater war Musiker aus Böhmen, die Mutter Schriftstellerin aus der Schweiz, geboren wurde ich in Bogotá. Später habe ich vor allem in der Schweiz gelebt.. Mit zehn Jahren beschloss ich, Sänger zu werden. Da ich aber auch an Anderem als am Gesang interessiert war, konnte ich mich nie so richtig entscheiden. Nach der Matura habe ich dann nebst Gesang auch Klavier und Querflöte studiert, auf beiden Instrumenten bis zum Lehrdiplom. Später kamen dann Komposition und Dirigieren dazu. Parallel studierte ich Schauspiel mit Schwerpunkt Sprachgestaltung. Ach ja, jetzt hätte ich beinahe meine Lehrer vergessen: Gesang ua. bei Ernst Frank und Hilde Rössel-Majdan, Klavier bei Sava Savoff und Jürg Wyttenbach, Querflöte bei André Jaunet und Joseph Bopp sen., Dirigieren bei Pierre Boulez, Schauspiel ua. bei Ilja Duwan. Ein Schlüsselerlebnis hatte ich als Zwanzigjähriger, wo ich bei einer Uraufführung von Paul Burkhard unter seiner musikalischen Leitung und der Regie von Kurt Früh mitgewirkt habe. Erstes Schnuppern wurde mir am Schauspielhaus Zürich und am Theater Basel gewährt. Dabei musste ich feststellen, dass ich mich schlecht in die Grossbetriebe einfügte. Es war die Zeit, wo die Kleintheater aus dem Boden schossen oder in die Keller einzogen. Mit Gleichgesinnten produzierte ich Aufführungen aller Art: Klassik, Avantgarde, Angepasstes, Rebellisches. Seit der Zeit habe ich hunderte von Aufführungen produziert. Dies unter wechselnden Namen der Truppe. Seit etwa 2005 gilt der Name OPERISSMA, Verein für Musiktheater. Neben den Eigenproduktionen habe ich wiederholt bei Fremdproduktionen mitgewirkt.
Als Komponist und Autor und als Journalist bei Presse und Fernsehen habe ich einige Spuren hinterlassen. Einiges ist auf Wikipedia unter meinem Namen erwähnt. Philosophisches und Kritisches habe ich in meinen Kabarettprogrammen auf die Bühne gebracht.
Ich lebe in Schaffhausen in einer gemütlichen Dreizimmerwohnung und ich habe drei erwachsene Kinder und drei ebensolche Enkel. Einige sehr gute Freundinnen und Freunde bereichern mein interessantes Leben in schönster Weise.



Carlos Greull auf Wikipedia


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